RENOVATION

Wir renovieren!

Damit Geschichte weiterlebt

Mit der Renovation stellen wir sicher, dass die tausendjährige Stiftskirche Liebfrauen auch unseren Kindern und Kindeskindern noch Kirche, Wahrzeichen und Heimat sein kann.
Liegt auch Ihnen die Stiftskirche am Herzen? – Dann bauen Sie an ihrer Zukunft mit!

Wieso wird renoviert?

Die Salzausblühungen an den Wänden und der aufbrechende Putz – beides verursacht vom Thermalwasser, das unter der Stiftskirche fließt – sind die augenfälligsten Schäden in der Stiftskirche.

Ausgehend von der Notwendigkeit, Wände zu säubern, Kunstwerke zu restaurieren und etliche Schäden zu beheben, müssen eine Reihe von Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Mehr zum Handlungsbedarf

Die Renovation ist ein großes und kostenintensives Projekt. Das wirft auch kritische Fragen auf. Gerne stellen wir uns diesen.

Zu den Fragen & Antworten

SPENDEN & PATENSCHAFTEN

BAUEN SIE MIT AN EINER GUTEN ZUKUNFT DER STIFTSKIRCHE

 
Was wäre Baden-Baden ohne die Stiftskirche? – Ihr rosa Turm, der Glockenklang, ihre erhabene Präsenz am Marktplatz – alles das gehört zu Baden-Baden wie das Thermalwasser, die prächtigen Bäume oder das Alte Schloss. Als ältestes Gebäude der Stadt bedarf sie jetzt umfangreicher Renovationsmaßnahmen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Ein Gutteil der Kosten für die Renovation ist bereits durch kirchliche und öffentliche Gelder abgedeckt. Jetzt gilt es, gemeinsam noch den Fehlbetrag zu stemmen.

WERDEN SIE PATE

Mit einer Patenschaft können Sie Ihre persönliche Verbindung mit der Stiftskirche noch fester verankern. Werden Sie Patin / Pate beispielsweise einer Marienstatue, einer Glocke oder des Eingangsportals. Wählen Sie jetzt Ihr persönliches Patenschaftsobjekt!


Mehr zur Patenschaft

BAUEN SIE MIT

Bauen Sie mit an der Zukunft der Stiftskirche und spenden Sie einen Turmstein, eine Bodenplatte oder einen Beitrag Ihrer Wahl.




Jetzt spenden!

Schirmherrschaft der Renovation

Äbtissin Maria Bernadette Hein

„Ich bin fast sprachlos geworden von diesem wunderbaren Eindruck, von dieser großartigen Planung, von der vielen Zeit, die der Bauausschuss schon investiert hat!“
(bei der Präsentation der Renovationspläne in der Stiftskirche am 28.11.2018)

Das Kloster Lichtenthal besteht ununterbrochen seit seiner Gründung im 13. Jahrhundert. 1288 stiftete Markgraf Rudolf I. von Baden die sogenannte Fürstenkapelle, die fortan für insgesamt acht Generationen der Markgrafen von Baden als Grabstätte diente. Im 15. Jahrhundert übernahm die Stiftskirche Liebfrauen Baden-Baden diese Funktion.


Bernhard Prinz von Baden

„Die prachtvollen Epitaphe sind geradezu ein steinernes Geschichtsbuch für meine Familie. Die Stiftskirche ist aber mehr als die in Stein gemeißelte Historiographie meines Hauses. Sie birgt außerdem die Erinnerungen ganzer Generationen von Kindern dieser Stadt und der Kirchengemeinde – Taufen, Firmungen, Hochzeiten, Jubiläen und Beerdigungen. Die Lebenswege, das Glück, aber auch das Leid von vielen, vielen Menschen, von Fürsten und Bürgern, von Christinnen und Christen sind seit über tausend Jahren in Liebfrauen gespeichert. Deswegen ist es so wichtig, unsere Stiftskirche behutsam zu hegen und zu pflegen – und sie als kirchliche Heimat für die Kommenden zu bewahren.“

Antworten auf berechtigte Fragen zur Renovation der Stiftskirche

1Es gehen doch eh immer weniger Menschen in die Kirche. Warum soll denn jetzt noch renoviert werden?
Ja, es stimmt, dass die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher abgenommen hat. Das bedeutet aber keineswegs, dass die Kirche den Menschen nicht mehr wichtig ist. Eine deutliche Sprache spricht, dass Weihnachten und Ostern die Stiftskirche nach wie vor sehr gut gefüllt ist. Auch diejenigen, die keine regelmäßigen Gottesdienstbesucher sind, suchen gerne die Kirche zur Einkehr auf. Hier finden sie Ruhe und inneren Halt gerade in den schwierigen Zeiten zunehmender Individualisierung. Und für die Feier wichtiger Lebensschritte z.B. bei Taufe oder Hochzeit haben viele Menschen das Bedürfnis nach einem heiligen Raum wie ihn die Stiftskirche bietet.

Neben der liturgischen Bedeutung ist die Stiftskirche auch Kulturträgerin und wird täglich von zahlreichen Einzelbesuchern und Gruppen besichtigt. Auch die großen Konzerte der Stiftskirche werden von sehr vielen Menschen gerne besucht.
2Ich gehöre nicht zur Stiftskirchen-Gemeinde. Wieso sollte ich mich für die Renovation interessieren?
Die Stiftskirche hat eine historische, kunstgeschichtliche und emotionale Bedeutung, die weit über die Pfarrgemeinde hinaus in die Stadt und das Land Baden reicht. Auf dem von den Römern angelegten Florentinerberg mit seinen Thermalquellen steht sie an den antiken Wurzeln der Stadt. Seit dem Mittelalter ist sie Zentrum der Altstadt und nach dem großen Stadtbrand Ausgangsort für den Wiederaufbau. In vielen Berichten und Beschreibungen nimmt sie eine hervorgehobene Stellung ein.
Sie steht täglich jedem offen, sei es zu Gottesdienst und Einkehr, sei es zu Besichtigung und Konzertgenuss. Das Geläut der Turmuhr ist für viele ein markantes, akustisches Charakteristikum, das einfach zur Stadt dazugehört. Sie – und vor allem ihr Turm, der aus der Ferne aus allen Himmelsrichtungen zu sehen ist – schmückt als Wahrzeichen zahlreiche Büchern und Postkarten von Baden-Baden. Und so ist ihr Erhalt Erbe und Auftrag zugleich.

Mit der Renovation sichern wir die Zukunft der Stiftskirche Liebfrauen Baden-Baden als herausragendes tausendjähriges Baudenkmal, Gotteshaus und Einkehrort, Musikstätte und Grablege der Fürstenfamilie.
3Wieso ist die Renovierung so teuer?
Der offensichtlichste und augenfälligste Renovierungsbedarf sind die Salzausblühungen am Putz, die Flecken an den Wänden und die Risse in den Säulen. Aber es ist noch einiges mehr zu tun, was einem nicht direkt ins Auge fällt, angefangen von der Materialermüdung der Glockenaufhängung bis hin zum Schädlingsbefall im Dachstuhl. Ausgehend von der Notwendigkeit, Wände zu säubern und Kunstwerke zu restaurieren, müssen Sanierungen und Modernisierungen durchgeführt werden, um die Kirche für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig zu machen.

Es fehlt beispielsweise eine barrierefreie Zugangsmöglichkeit, entspricht die Elektrik in vielem nicht mehr den aktuellen Anforderungen nach Sicherheit und Funktionalität oder ist das Heizsystem veraltet. Selbstverständlich wird bei der neuen Energiekonzeption großer Wert darauf gelegt, bei den laufenden Kosten Geld einzusparen und die Umwelt zu schonen. Die Renovierung wird auch als eine willkommene einmalige Gelegenheit für eine behutsame zukunftsorientierte Neugestaltung des liturgischen Raumes genutzt werden. Und so addieren sich viele Einzelmaßnahmen zu einem umfangreichen Renovierungspaket.

Aber es ist richtig, dass die im Raum stehende Summe viel Geld ist, bei der es auch nur bedingt hilft, auf andere (noch kostenintensivere) Bauprojekte in der näheren oder weiteren Umgebung zu verweisen. Bei jedem Bauprojekt stellt sich die Frage, ob das Geld nicht besser für andere, v.a. soziale Zwecke ausgegeben werden soll. Dieser Verantwortung ist sich der Bauausschuss bewusst. Der Erhalt der Stiftskirche als Begegnungsort und Kulturträger muss einerseits den Anforderungen unserer Zeit genügen auch in Bezug auf Sicherheit und Umweltschutz. Änderungen müssen maßvoll und finanzierbar sein. Zugleich gilt es, die sozialen Anliegen nicht zu vernachlässigen z.B. in der Jugendarbeit, der Sorge um alte und einsame Menschen oder auch im Blick auf Bedürftige und Obdachlose. Beide Anliegen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Und noch ein Gedanke dazu: Eine solche Kirchenrenovation kommt auch regionalen Handwerksbetrieben zugute, vor allem solchen, die noch ein Fachwissen zu traditionelle Bauweisen und Restaurierungen pflegen, die sich noch auf alte Putz- und Maltechniken verstehen und helfen, diese zu bewahren.
4Die Kirche bekommt doch Kirchensteuern. Wieso zahlt sie davon nicht die Renovierung?
Neben der Finanzierung des Personals und der vielfältigen Aufgaben in der pastoralen Arbeit und in den öffentlichen Aufgaben nicht nur für innerkirchliche Belange ermöglicht die Kirchensteuer auch, Beiträge für bauliche Maßnahmen zu leisten. Das heißt, es fließt über das Erzbistum Freiburg ein deutlicher Anteil an Kirchensteuer in die Renovation der Stiftskirche. Einen weiteren Anteil trägt die Kirchengemeinde Baden-Baden.

Für ihre vielfältige Arbeit war und ist die Kirche schon immer auf ein weitergehendes Engagement von Menschen angewiesen: als Zeitspenderinnen und Zeitspender vor allem im katechetischen, Gemeinschaft stiftenden und karitativen Bereich, als Mitarbeitende in Räten und Gremien, als unterstützend und stellvertretend Betende oder eben auch als zusätzlich finanziell Engagierte für ganz besondere Aufgaben wie den Erhalt eines wichtigen Gebäudes.
5Warum verkauft die Kirche nichts von ihren vielen Besitztümern / Ländereien, um eine solche Renovierung zu finanzieren?
Viele dieser Besitztümer sind nicht verkäuflich, weil sie auch dann, wenn sie prächtig und wertvoll dastehen, hauptsächlich historischen und emotionalen und weniger einen monetären Wert haben. Zudem heißt es, gut zu überlegen, wovon man sich trennen kann und will. Derzeit gibt es hinsichtlich der Gebäude in der gesamten Erzdiözese einen Prozess, in dem genau diese Fragen verhandelt werden. Hier sind auch die Kirchengemeinden eingebunden.

6Warum dauert die Renovierung eigentlich so lang?
Ein solches Mammutprojekt will von vorn bis hinten exakt durchdacht und geplant sein. Fehler im Nachhinein können fatale Auswirkungen haben und hohe unnötige Kosten nach sich ziehen. Es braucht im Vorfeld wissenschaftliche Voruntersuchungen, Gutachten, Kartierungen usw., Experten verschiedener Fachrichtungen müssen sich austauschen und abstimmen, es müssen Ämter und alle beteiligten Einrichtungen einbezogen werden, Genehmigungen beantragt usw. Wir bemühen uns, so zügig wie möglich voranzukommen und so transparent wie möglich zu kommunizieren, was wir tun.